Von 13 Grundeigentümer und 1 Gemeinschaftsgarten zu einer gemeinsamen Lösung für die künftigen Bewohner.
Phase 1: Mitwirkung und Projektpartnerschaft
Das Planungsgebiet, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Dielsdorf entfernt, unterliegt einer Gestaltungsplanpflicht für Entwicklung und Verdichtung. Als neues Element ist ein öffentlicher Park – der Zentrumspark – vorgesehen.
Das 2 Hektar grosse, weitgehend bebaute Gebiet liegt im Besitz von 13 verschiedenen Grundeigentümerschaften, darunter die Gemeinde Dielsdorf. Die ungünstigen Parzellenzuschnitte verunmöglichen eine zweckmässige, zentrumswürdige Bebauung.
Unterstützt durch einen externen Moderator eruierten wir die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessenkonflikte. Als Organisatoren und Leitung des Mitwirkungsprozesses mit fünf Veranstaltungen konnten wir 12 von 13 Grundeigentümerschaften als Projektpartner gewinnen. Unter der Rechtsform einer einfachen Gesellschaft beteiligen sie sich nun – auch finanziell – und gaben eine Testplanung in Auftrag.
Phase 2: Testplanung
In einer Präqualifikation wählten wir drei interdisziplinäre Teams aus Raumplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur aus. In mehreren Arbeitsschritten entwickelten die Teams konzeptionelle Ansätze, mit Rückmeldungen eines Beurteilungsgremiums aus Fachexperten, Grundeigentümerschaft und der Gemeinde. In Echoveranstaltungen präsentierten wir den Arbeitsstand und nahmen Resonanzen auf.
Zentrale Themen: verbleibende Freiräume, Parkierung, städtebaulich vertretbare Innenverdichtung sowie finanzieller Ausgleich zwischen den Grundeigentümerschaften. Mit den Ergebnissen der Testplanung – einem konkreten Zielbild – führten wir konstruktive Diskussionen und hielten diese in einem Richtprojekt fest.
Phase 3: Gestaltungsplan
Basierend auf Testplanung und Richtprojekt erarbeiteten wir einen privaten Gestaltungsplan. Die Festlegungen formulierten wir unter Mitwirkung der Grundeigentümerschaften sowie unter Einbezug kantonaler Fachstellen und weiterer Interessenvertretenden.
Parallel schufen wir neue Dienstbarkeiten und Anmerkungen für optimale Erschliessung und Ausstattung. Ferner fällten wir Schutzentscheide für acht Kulturobjekte unter Einbezug des Zürcher Heimatschutzes und erarbeiteten ein Vorprojekt für den geplanten öffentlichen Freiraum.
Mit dieser verbindlichen planungsrechtlichen Umsetzung ermöglichen wir allen Eigentümern eine zeitgemässe, zweckmässige und unabhängige Nutzung ihrer Parzellen – und der Gemeinde eine zukunftsweisende Entwicklung mit öffentlichem Freiraum und Ausbaumöglichkeiten für Seniorenwohnungen.
Phase 4: Realisierungsbegleitung
Wir begleiten die Grundeigentümerschaft bei der Realisierung gemeinsam genutzter Bauten und Anlagen – vor allem Tiefgaragen und Aussenräume.
Fakten
Projektablauf
Partizipationsverfahren, Studieauftrag, Gestaltungsplan
Zeitraum
2018–2024
Auftraggeber
Privater Eigentümer
Planungsaufwand
CHF 670’000
Projektteam
Benjamin Müller
Mirjam Junod
Kontakt
Benjamin Müller
Geschäftsleitung, Fachverantwortung Entwicklungsraum Raum- und Verkehrsplaner FH benjamin.mueller@raum.ch 044 953 33 30